SEXUELLE BEZIEHUNG – SAKRAMENT DER EHE

SEXUELLE BEZIEHUNG – SAKRAMENT DER EHE

Die sexuelle Beziehung ist ein Mitbestandteil des Sakraments der Ehe. In dem Moment in dem die Verlobten sagen: “Ich… empfange dich… als Ehemann/frau”, die Wörter mit denen die Verlobten sich vermählen, sind nur Wörter, wenn danach nicht die sexuelle Beziehung verwirklicht wird, was Johannes Paul II in seinem Brief an die Familien betont; “diese sakramentale Formel ist an sich Zeichen der Feier der Ehe, die sich nur durch die sexuelle Relation verwirklichen kann. [1]

Die Sexualität ist wie ein verschlossener Blumengarten, der mit der Genehmigung, die Gott im Sakrament der Ehe gibt, wenn gesagt wird: “Ich empfange dich”, betreten werden kann. Wenn sie vorher verwendet wird, wird die Möglichkeit zerstört, dass Gott mit seiner Gnade in diesen heiligen Garten kommen kann. Die Beichte und das Gebet, besonders die Ave Marias, sind wie die Rosen, die der Heilige Geist in diesen Garten im Rahmen des Sakraments der Ehe pflanzen kann.

 

DER KÖRPER – SAKRAMENTALE GNADE

“Beide werden eins sein”.[2] Durch dieses eheliche “ein Einziges” wird der eigene Körper dem Ehegatten übergeben und gleichzeitig beide an Gott. Das ist so weitreichend, dass der Heilige Paulus sagt: “Ihr gehört nicht mehr euch selbst, sondern ihr seid zu einem sehr hohen Preis gekauft worden.”[3] Das bedeutet, dass der Körper der Ehegatten das Werkzeug ist, mittels dem Gott seine Segnungen der Liebe schenkt. Jedoch übertragen in dieser Körpersprache nicht alle sexuellen Relationen die Gnaden des Sakraments, da einige Voraussetzungen erfüllt sein müssen damit dies geschieht.

 

 

VORRAUSSETZUNGEN FÜR DEN SAKRAMENTALEN CHARAKTER DER SEXUELLEN RELATION

Die sexuellen Relationen sind Überbringer der Gnade, was in der Enzyklik Humanae Vitae von Paulus VI beschrieben ist und bekräftigt wird durch die Veröffentlichungen von Johannes Paul II. Beide Päpste definieren ein grosses Prinzip; Jeder eheliche Akt muss für die Weitergabe des Lebens offen sein, und auf diese Weise beinhaltet jede sexuelle Relation die vereinende und fortpflanzende Bedeutung. Ausserdem ist es dem Menschen nicht erlaubt die Fruchtbarkeit aus eigener Entscheidung zu eliminieren.[4]

EINHEIT DER BEDEUTUNGEN EINER SEXUELLEN RELATION

Es besteht die Möglichkeit des Missverständnisses im Bezug auf die fortpflanzende Bedeutung indem sie als eine Erlaubnis für die Entstehung neuen Lebens in jeder sexuellen Relation interpretiert wird. Mit dem Ziel dieses schwierige Konzept zu verstehen, müssen wir uns auf das Wort “Bedeutung” konzentrieren, das von dem Wort “deuten” (oder zeigen) abstammt, das heisst: Das Unsichtbare sichtbar machen.

Bei dem Verständnis dieser Einheit der Bedeutungen ist es nötig, das Unsichtbare zu kennen was jede Deutung vom vereinenden Zeichen und vom fortpflanzende Zeichen sichtbar macht. Das Sichtbare des vereinenden Zeichens ist der Penis innerhalb der Vagina, was den Ausdruck der unsichtbaren Vereinigung der Seelen der Ehepartner erlaubt. Andererseits ist das fortpflanzende Zeichen sichtbar in der männlichen und weiblichen Fruchtbarkeit, die Spermien und die Eizellen, die die unsichtbare schöpfende Kraft Gottes erscheinen lassen.

 


 



[1] Katechismus der katholischen Kirche. N ° 2360

[2] Johannes Paul II. Katechismus vom 5. Januar 1983

[3] 1 Korinther 6, 19

[4] Paul VI Humanae Vitae N º 11, 12

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